Veranstaltungen
22.01.2026: Fachforum „Die Kunst der (Um-)Wandlung“ auf dem 19. Zukunftsforum ländliche Entwicklung 2026 in Berlin
Auch in diesem Jahr war das zze beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung mit einem eigenen Fachforum vertreten. Unter dem Leitmotiv „LAND: RAUM FÜR ZUKUNFT – Flächen und Gebäude klug nutzen – Heimat gemeinsam gestalten“ gestalteten wir gemeinsam mit der Hochschule Neubrandenburg das Fachforum 19 „Die Kunst der (Um-)Wandlung“.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bürgerschaftliche und gemeinwirtschaftliche Daseinsvorsorge durch den klugen Umgang mit Flächen und Gebäuden gelingen kann. Leerstehende Gebäude, ungenutzte Grundstücke und alte Ortskerne bergen wertvolle Potenziale für neue Formen des Lebens und Wirtschaftens in ländlichen Räumen. Zwei von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) geförderte Projekte des zze beschäftigen sich mit erfolgreichen Praxisbeispielen solcher Transformationen.
Anhand der Gemeinde Langenfeld in Mittelfranken wurde gezeigt, wie Daseinsvorsorge und Innenentwicklung Hand in Hand gehen können. Bürgermeister Reinhard Streng verdeutlichte, welche kommunale Kunstfertigkeit nötig ist, um bauliche Potenziale zu erkennen, Beteiligung zu fördern und Maßnahmen gemeinwohlorientiert umzusetzen. Die Kommentierungen von Grit Körmer (Dorfbewegung Brandenburg e.V.), Dr. Oliver Klein (Agrarsoziale Gesellschaft e.V.) und Dr. Stefan Huber (Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V.) griffen zentrale Aspekte der Diskussion auf. Moderiert wurde das Forum von Prof. Dr. Thomas Klie (zze) und Prof. Dr. Peter Dehne (Hochschule Neubrandenburg).
Hier haben Sie Gelegenheit, die Aufzeichnung vom Fachforum anzusehen.
23./ 24.10.2025: Kunstatelier zeitgenössische Daseinsvorsorge im Barlachmuseum, Güstrow
Zum Abschluss des Projektes „Die Kunst, bürgerschaftlich und gemeinwirtschaftlich Daseinsvorsorge zu gestalten – ein Lern- und Transfernetzwerk für Gemeinden und Initiativen im ländlichen Raum“ fand am 23. und 24. Oktober 2025 das Kunstatelier zeitgenössische Daseinsvorsorge im Barlachhaus in Güstrow statt – einem Ort, der durch seine besondere Atmosphäre Kunst und Diskurs auf inspirierende Weise verband.
Zwei Tage lang wurde die Verbindung von Kunst und Daseinsvorsorge aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. In Vorträgen und Diskussionen wurden „Unikate“ – beispielhafte Kunstwerke der Daseinsvorsorge – vorgestellt. Die Teilnehmenden entwickelten die Güstrower Thesen, kommentierten sie und gestalteten zudem „Schnittmuster“ – übertragbare Handwerksformen aus den Werkstätten kommunaler Praxis.
Das Kunstatelier zeigte eindrucksvoll, dass Daseinsvorsorge nicht nur organisatorische Aufgabe, sondern kulturelles und soziales Gestaltungsfeld ist. Viele der Beteiligten betonten, wie wertvoll ein Netzwerk „Kunst der Daseinsvorsorge“ wäre, in dem Kommunen und Akteure ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam zukunftsweisende Bilder für eine moderne Daseinsvorsorge entwerfen.
Ob sich daraus künftig ein Netzwerk Kunst der Daseinsvorsorge entwickelt, bleibt abzuwarten – die Resonanz und das Interesse lassen jedoch auf nachhaltige Impulse hoffen. Die wichtigsten Ergebnisse und Eindrücke der Veranstaltung und zum Projekt sind im Katalog Kunst der Daseinsvorsorge zusammengetragen.
© Carsten Büttner