Evaluation jes - Jugend engagiert sich

Projekttyp:  Projektevaluation
Zeitraum: Januar 2002 - Dezember 2005
Auftraggeber: Landesstiftung Baden-Württemberg
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Klie
Projektmitarbeiter/innen: Philipp Stemmer, Dr. Martina Wegner

 

 

 

 

 

Unter dem Titel "Jugend engagiert sich" (jes) hat die Landesstiftung Baden Württemberg Ende 2001 ein mehrjähriges Pilotprogramm (in der Terminologie der Landesstiftung: "Projekt") gestartet. Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 zu einem Engagement zu bewegen, die sich in den herkömmlichen Angeboten und Strukturen nicht engagiert haben. Deshalb konzipierte die Landesstiftung Baden-Württemberg ein niedrigschwelliges Angebot, das ortsgebunden sein soll, innovativen Charakter haben soll und neben einer Haupttätigkeit wie Schule oder Ausbildung realisiert werden kann. Die Landesstiftung hat mit dem "Projektmanagement" für das jes-Programm als Dienstleister das Paritätische Bildungswerk, Landesverband Baden-Württemberg, beauftragt.

Teilnehmer/innen an jes-Projekten, die vom Paritätischen Bildungswerk betreut und von der Landesstiftung gefördert werden, müssen mindestens 40 Stunden pro Jahr in flexibler oder projektorientierter Gestaltung einbringen. Flexibel heißt dabei ein paar Stunden pro Woche, unter projektorientiert ist Vollzeit an einigen wenigen Tagen zu verstehen. Eine Anbindung dieser jes-Projekte an Verbände des Wohlfahrtssektors ist möglich, jedoch nicht erforderlich. Als Überlegung steht dabei im Hintergrund, dass besagte Verbände weltanschaulich gebunden und nicht für alle Jugendliche attraktiv sind. Neben den Verbänden sind also auch private Initiativen und kleine Zusammenschlüsse als Träger denkbar. Mögliche Engagementfelder für jes-Projekte sind Soziales, Kultur, Ökologie, Bildung und Politik.

Voraussetzung für die Bildung eines jes-Projekts sind die Beteiligung von mindestens zwei Personen im Alter von 14 bis 27 sowie die Betreuung durch einen Mentor bzw. Mentorin. Mentor/innen sind Erwachsene, die am gleichen Ort leben und eine spezifische jes-Mentorenausbildung absolviert haben. Sie haben die Aufgabe, die Jugendlichen bei der Planung und Durchführung ihres jes-Projektes zu beraten und organisatorisch zu unterstützen. Die Mentoren sind verantwortlich für Projektanträge, Sachmittel, Dokumentation u.a.m.

Das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung ist von der Landesstiftung Baden-Württemberg beauftragt worden, "jes" wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Eine Erweiterung des jes-Programms stellt das Projekt jes|connection dar, mit dessen Evaluation ebenfalls das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung beauftragt wurde.

Ziele der Evaluation

1. Welche Zugangswege bewähren sich, um Jugendliche für eine Beteiligung an jes zu gewinnen?

2. Inwieweit gelingt es, über das Projekt jes auch solche Jugendliche für ein freiwilliges Engagement zu gewinnen, die an den bislang etablierten Formen von Jugend-Engagement in Jugendverbänden und Freiwilligendiensten eher weniger beteiligt sind?

3. Welche Erfahrungen machen die Jugendlichen durch ihr Engagement im Rahmen der lokalen Freiwilligendienste?

4. Wie reagiert das jeweilige Umfeld auf das Engagement der Jugendlichen?

Methodische Anmerkungen

Angewandt werden qualitative Methoden empirischer Sozialforschung. Alle Projekte des jes-Programms gehen in die Grunderhebung ein, eine bestimmte Zahl fließt in die Detailerhebung ein. Eingesetzt werden Gruppendiskussionen und Gruppenbefragungen, Telefoninterviews, lokale Dialoge und die Erfassung sämtlicher Rahmendaten durch stark strukturierte und teilstrukturierte Fragebögen, in Teilen standardisiert und nichtstandardisiert.

Evaluationsberichte

Klie, Thomas/ Roß, Paul-Stefan/ Stemmer, Philipp/ Strauch, Markus/ Wegner, Martina (2005): Evaluation der Projekte "Jes - Jugend engagiert sich" (2004) und "jes|connection (2004/ 05). Bericht. Freiburg.

Klie, Thomas/ Stemmer, Philipp/ Roß, Paul-Stefan: Evaluation des Projektes "jes - Jugend engagiert sich". Bericht für das Jahr 2003. Im Auftrag der Landesstiftung Baden-Württemberg. Stuttgart. (Erhältlich beim Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung)

 

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