Migration/ Integration

Freiwilliges bzw. bürgerschaftliches Engagement ist ein wesentlicher, die Partizipation und Integration von Migrant/innen begünstigender Faktor. Faktisch sind zahlreiche Migrant/innen in hohem Umfang gesellschaftlich engagiert und eingebunden, selbst wenn dies von gängigen Untersuchungsinstrumenten nicht immer auf Anhieb erfasst wird. Bürgerschaftliches Engagement beheimatet: Das gilt für Neubürger in Städten und Gemeinden. Das kann auch und vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund gelten. Viele Migrantinnen und Migranten sind in hohem Maß engagiert, sowohl bezogen auf ihre Herkunftskultur als auch in der lokalen Gesellschaft. Das gilt es stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Eines der engagementpolitischen Anliegen im Themenfeld Migration ist die Förderung der bürgerschaftlichen Seite des Engagements und das Ermöglichen interkultureller Begegnungen in und durch Engagement.

Aus Sicht der Engagementförderung stellen Migrant/innen und Menschen mit Migrationshintergrund Zielgruppen dar, die seit einigen Jahren verstärkt umworben werden.

Besonders wichtig für staatliche und verbandliche Akteure ist es, die Anschlussfähigkeit zu den zivilgesellschaftlichen Strukturen der Mehrheitsgesellschaft sicherzustellen. Dies bedeutet in der Umkehrung, die eigenen Strukturen.

Allein mit Blick auf die ethnische und generative Vielfalt von Migrant/innen ist klar, dass wir es in Deutschland mit einer Pluralität z.B. von Einsatzfeldern, Motivlagen, Zeitprofilen und Verbindlichkeiten im freiwilligen bzw. bürgerschaftlichen Engagement zu tun haben. Das gilt noch mehr in Baden-Württemberg, wo jede/r vierte Bürger/in einen Migrationshintergrund aufweist.

Bezugspunkte des zze auf diesem Gebiet sind vor allem Organisationen, die sich für eine verstärkte Einbindung von Migrant/innen einsetzen, als auch Migrantenselbstorganisationen (MSO).

Im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württemberg hat das zze ein Wissensmagazin zum Thema Engagement von und für Menschen mit Migrationshintergrund erstellt. Es erschien im September 2011.

Ansprechpartner/in

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Tel. 0761/ 47812-695
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Julia Schad

Julia Schad

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